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Datenmanagement: Der Nutzer im Fokus

Für Dr. Ronald Hartwig und Thomas Hummes, Referenten unseres Zertifikatskurses Data Manager, ist klar: Data Manager müssen den menschlichen Nutzer immer im Blick behalten. Im Interview erklären Sie, welche Rolle Usability und User Experience im Datenmanagement spielen und wie Künstliche Intelligenz dabei helfen kann, Daten für den Menschen nutzbar zu machen.
 
Was sind die drei wichtigsten Stichworte, wenn man Daten verstehen und mit ihnen arbeiten möchte?

Ronald Hartwig: 1. Verständlichkeit: Daten müssen Nutzern zuverlässig die Informationen liefern, die für ihre Entscheidungen (in Bezug auf definierte Fragestellungen) notwendig sind. Verständnishürden und Fehlinterpretationen erschweren es dem Nutzer, seine Aufgabe effizient und korrekt zu erledigen. Daher müssen die Regeln der Wahrnehmung und Informationsverarbeitung bei der Aufbereitung von Daten unbedingt berücksichtigt werden.
2. Handlungsleitung: Die Daten müssen sich auf die wirklich handlungsleitenden Informationen beschränken. Nicht weniger, aber auch nicht mehr. Datendarstellungen müssen kompakt sein und zugleich den Kern der Aufgabe des Nutzers treffen. Alles was darüber hinausgeht, beeinträchtigt die Entscheidungskompetenz des Menschen.
3. Steuerbarkeit: Die Nutzer müssen Daten für sich immer wieder neu aufbereiten, anpassen und umfassend bearbeiten können. Wir müssen mit Datenmanagement gerade die komplexen Entscheidungsprozesse unterstützen.

Warum ist der Faktor Mensch beim Datenmanagement so wichtig?

Ronald Hartwig: Datenmanagement ist in erster Linie dazu da, Menschen zu befähigen, fundierte Entscheidungen zu treffen. Daher ist es hier essentiell, den späteren Nutzer (=Menschen) in den Mittelpunkt zu stellen und dessen spezifischen Stärken und Schwächen zu berücksichtigen. So kann der Mensch – im Gegensatz zu Maschinen – Daten gut kontextualisieren. Daher müssen Daten so aufbereitet werden, dass der Mensch die Zusammenhänge einzelner Daten und Bereiche so leicht wie möglich erkennen kann. Umgekehrt scheitern Menschen regelmäßig an wiederholenden Tätigkeiten, v.a. mit großen Datenmengen, deren Bearbeitung eine Maschine sehr einfach übernehmen kann. Daher muss also entschieden werden, welche Aufgaben man an den Menschen und welche man an die Maschine übergibt, und das Datenmanagement entsprechend anpassen.

Wie hängen Künstliche Intelligenz und Datenmanagement zusammen?

Thomas Hummes: Dank moderner Software und Sensorik können riesige Datenmengen heute einfach automatisiert erfasst werden. Hier ermöglicht vor allem maschinelles Lernen, wiederholende Tätigkeiten teilweise zu automatisieren. Darüber hinaus kann künstliche Intelligenz dem Nutzer dabei helfen, seine Arbeitslast und Fehlerrate bei den Aufgaben zu reduzieren, die menschliches Handeln nach wie vor erfordern – wie z.B. bei der Interpretation von Daten. Die künstliche Intelligenz agiert sozusagen als Filter, die relevante Daten extrahiert und dem Mensch ermöglicht, Entscheidungen zu treffen.

Wieso ist Usability und UX gerade im Datenmanagement entscheidend?

Ronald Hartwig: Da das Ziel von Datenmanagement letztendlich die Verarbeitung durch den Menschen ist, kann Datenmanagement nur mit dem Fokus auf den Nutzer entwickelt werden. Usability und User Experience haben dazu die richtigen Werkzeuge, um funktionierende Systeme und Produkte zu entwerfen und zu entwickeln, die Daten so darstellen können, dass der Mensch mit ihnen arbeiten kann.
Dazu kommt in der User Experience noch der Aspekt der Anwendungsfreundlichkeit und des Designs: Es ist heute oft nicht mehr ausreichend, Daten nur roh – z.B. in einer Excel-Tabelle – darzustellen. Auch die Visualisierung und Gesamtpräsentation müssen sich an den Erwartungen der Nutzer orientieren, die sich im Zuge der Digitalisierung natürlich stark verändert haben. Schließlich ist die Arbeitszeit auch Lebenszeit und Nutzer akzeptieren immer weniger veraltete oder schlecht gestaltete Werkzeuge. Das gilt insbesondere für größere Datenmengen und komplexere Analyseergebnisse. Dann reichen lange Listen in vielen Fällen ganz einfach nicht mehr aus.

 
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2019-03-22T14:23:53+02:00

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