Kreativität neu denken

Ob für Visualisierungen, Konzeptentwicklung oder Content-Kreation: Künstliche Intelligenz (KI) ist in vielen Kreativteams längst zum Sparringspartner geworden. Doch mit ihrer zunehmenden Nutzung stellen sich neue Fragen: Was bedeutet Originalität, wenn Algorithmen an der Gestaltung beteiligt sind? Wie bleibt der eigene Stil, die eigene „Handschrift“ sichtbar? Und wie lassen sich Transparenz und Verantwortung im kreativen Prozess sichern?

Mit diesen Fragen setzte sich das Abendgespräch „Kreativität und KI – Inhalte und Gestaltung neu denken“ am 11. März 2026. In Kooperation mit dem Münchner Stoff Frühling und den Munich Design Days brachte die Akademie der Deutschen Medien mehr als 200 Teilnehmende aus der Interior-, Architektur- und Designbranche zusammen. Im Mittelpunkt stand der Austausch über einen reflektierten und zielführenden Einsatz von KI im kreativen Arbeitsalltag.

Ob für Visualisierungen, Konzeptentwicklung oder Content-Kreation: Künstliche Intelligenz (KI) ist in vielen Kreativteams längst zum Sparringspartner geworden. Doch mit ihrer zunehmenden Nutzung stellen sich neue Fragen: Was bedeutet Originalität, wenn Algorithmen an der Gestaltung beteiligt sind? Wie bleibt der eigene Stil, die eigene „Handschrift“ sichtbar? Und wie lassen sich Transparenz und Verantwortung im kreativen Prozess sichern?

Mit diesen Fragen setzte sich das Abendgespräch „Kreativität und KI – Inhalte und Gestaltung neu denken“ am 11. März 2026. In Kooperation mit dem Münchner Stoff Frühling und den Munich Design Days brachte die Akademie der Deutschen Medien mehr als 200 Teilnehmende aus der Interior-, Architektur- und Designbranche zusammen. Im Mittelpunkt stand der Austausch über einen reflektierten und zielführenden Einsatz von KI im kreativen Arbeitsalltag.

Kreativität neu denken

Neue Rollen im kreativen Prozess

Zentrales Thema des Abends war der Wandel, den KI-Tools in kreativen Berufsfeldern auslösen. So entwickelt sich kreative Arbeit immer stärker zu einem Zusammenspiel von Mensch und KI. Carsten Bolk, Hybrid Creative Director, Designer, Storyteller und Gründer, theUntold, zeigte praxisnah auf, wie KI-Tools wie GPT-5, Midjourney oder Runway im Kreativalltag eingesetzt werden können. Dabei unterstrich er deren Bedeutung als Erweiterung des gestalterischen Werkzeugkastens und nicht als Ersatz für menschliche Kreativität. KI-Tools liefern Ideen, Entwürfe und Varianten – und eröffnen damit neue Räume für kreative Experimente. Gleichzeitig lassen sich Routineaufgaben effizienter erledigen. Die strategische, inhaltliche und gestalterische Verantwortung, so die klare Botschaft, bleibt jedoch beim Menschen. Er bringt sein Fachwissen ein, liefert Kontext, sichert Qualität und entscheidet, welche Inhalte in welcher Form veröffentlicht werden.

Wie Künstliche Intelligenz unsere Vorstellung von Kreativität verändert, damit befasste sich Dirk von Gehlen, Journalist, Autor und Director Think Tank, SZ-Institut. Besonders spannend war dabei die Frage, welche Auswirkungen es auf das Selbstverständnis von Kreativschaffenden hat, wenn KI mitgestaltet. Denn Künstliche Intelligenz dringt heute in Bereiche vor, die lange Zeit als zutiefst menschlich galten – allen voran die Kreativität. Wenn nun ein Tool in Sekunden Texte und Bildwelten entwirft, hinterlässt das Spuren im Berufsalltag ebenso wie im Selbstverständnis. Wer KI jedoch als Partner betrachtet und gezielt dort einsetzt, wo sie stark ist, so das Fazit, gewinnt Freiraum für das, was kein Algorithmus ersetzen kann: Haltung, Kontext und Originalität.

Impulse für die Praxis

Neben dem Blick auf den Rollenwandel im Kreativprozess sowie auf konkrete Methoden, Tools und Prozesse, die die Zusammenarbeit mit KI erleichtern, wurden in der Veranstaltung auch rechtliche und ethische Fragen beleuchtet: Was bedeutet Urheberschaft im Zeitalter der generativen Gestaltung? Und wie lassen sich Transparenz und Verantwortung im kreativen Prozess sichern?

Fazit: vom Gestalter zum Kurator

KI ist in kreativen Berufen bereits Alltag, mit allen Chancen, Herausforderungen und offenen Fragen, die die Anwendung mit sich bringt. Dabei zeigte die Veranstaltung deutlich, dass sich die Anforderungen an Kreativschaffende verändern: Neben konzeptionellen und strategischen Fähigkeiten sowie gestalterischer Expertise wird ein reflektierter Umgang mit KI – einschließlich rechtlicher und ethischer Aspekte – immer wichtiger. Zudem wird der zunehmende Wandel vom Künstler zum Kurator deutlich: auswählen, bewerten, Kontext geben und dabei die eigene Handschrift und Markenidentität sichtbar bleiben lassen.

Ausblick

Wer KI verantwortungsvoll einsetzt, kann seinen kreativen Werkzeugkasten sinnvoll erweitern, Prozesse beschleunigen und zugleich Individualität und Markenidentität bewahren. Sie möchten den Umgang mit KI systematisch und strukturiert angehen und neues KI-Wissen aufbauen? Bei uns finden Sie das passende KI-Weiterbildungsangebot.

Ihre Ansprechpartnerin für das Abendgespräch

Ihre Ansprechpartnerin bei der Akademie der Deutschen Medien

Leonie Rouenhoff

Leitung Konferenzen und Managed Events
0049 89 29 19 53 55
[email protected]

Themenfokus KI

Für Fach- und Führungskräfte, die umfangreiches Wissen rund um generative Künstliche Intelligenz aufbauen oder bereits vorhandenes KI-Wissen systematisieren oder vertiefen möchten, bietet die Akademie der Deutschen Medien eine Vielzahl an Schulungsthemen und -formaten. Die Bandbreite reicht dabei von der Einführung in KI-Technologien über die praxisnahe Anwendung von KI-Tools in den Bereichen Medien, Marketing und Kommunikation bis hin zur strategischen Betrachtung von KI im Unternehmenskontext. Schauen Sie doch mal vorbei!