Wer bietet Workshops zum Thema „Marketing im Zeitalter von large language models“ an?

Ob automatisierte Texterstellung, Social Media-Analysen oder Chatbots im Kundendialog: Künstliche Intelligenz (KI) gehört in Kommunikation und Marketing längst zum Arbeitsalltag. Ihr Einsatz bleibt jedoch häufig auf einzelne Tools und Experimente beschränkt. Die Herausforderung liegt darin, KI-Tools nicht mehr nur punktuell für bestimmte Aufgaben anzuwenden, sondern zum integralen Bestandteil des gesamten Kommunikations- und Marketingprozesses zu machen – von der Ideenfindung über die Content-Produktion bis zur Vermarktung. Wie dieser Schritt gelingt, steht im Mittelpunkt des Seminarangebots der Akademie der Deutschen Medien

Von Einzel-Tools zu integrierten KI-Prozessen

Ob automatisierte Texterstellung, Social Media-Analysen oder Chatbots im Kundendialog: Künstliche Intelligenz (KI) gehört in Kommunikation und Marketing längst zum Arbeitsalltag. Ihr Einsatz bleibt jedoch häufig auf einzelne Tools und Experimente beschränkt. Die Herausforderung liegt darin, KI-Tools nicht mehr nur punktuell für bestimmte Aufgaben anzuwenden, sondern zum integralen Bestandteil des gesamten Kommunikations- und Marketingprozesses zu machen – von der Ideenfindung über die Content-Produktion bis zur Vermarktung. Wie dieser Schritt gelingt, steht im Mittelpunkt der kostenlosen Online-Konferenz „KI in Kommunikation und Marketing – Das Update“ am 17. März 2026.

Von KI-Tools zu durchgängigen Prozessen: wo der echte Mehrwert entsteht

Schnell einen Textentwurf für einen Post generieren, eine Grafik erstellen oder erste Ideen sammeln funktioniert in der Regel gut. Der eigentliche Mehrwert entsteht jedoch vor allem dann, wenn KI systematisch in Arbeitsabläufe eingebunden wird. Etwa wenn Themenrecherche, Content-Erstellung, Qualitätsprüfung und Distribution KI-gestützt ineinandergreifen. Der Schlüssel liegt also in durchgängigen KI-Workflows, die Komplexität reduzieren und zugleich inhaltliche Qualität gewährleisten. Und die klar regeln, wo die Automatisierung endet und die menschliche Verantwortung beginnt.

Vom Produktionstool zum strategischen Steuerungsinstrument

Während KI anfangs vor allem für die Erstellung von Texten, Bildern oder Videos genutzt wurde, rücken zunehmend analytische und strategische Anwendungen in den Fokus. KI kann heute große Datenmengen auswerten und Entscheidungsprozesse unterstützen, etwa bei der Themenplanung, oder zielgruppenspezifischen Ansprache. Damit verschiebt sich der Einsatz von KI vom reinen Produktionstool hin zu einem strategischen Steuerungsinstrument. Die Integration von KI in Kommunikations- und Marketingstrukturen eröffnet so zahlreiche Chancen:

  • Effizienzgewinn: Prozesse lassen sich beschleunigen, wiederkehrende Aufgaben automatisieren und Ressourcen noch gezielter einsetzen
  • Kreative Unterstützung: KI wird zum Sparringspartner für Ideenfindung und -umsetzung.
  • Zielgenauere Kommunikation: KI-gestützte Datenanalysen können helfen, Zielgruppen besser zu verstehen und noch individueller anzusprechen.
  • Höhere Content-Qualität: Automatisierte Checks und Optimierungen unterstützen Konsistenz und Compliance.

Zwischen Innovation und Verantwortung: die neuen Spielregeln für KI

Mit den zunehmenden Einsatzmöglichkeiten von KI wachsen jedoch auch die Anforderungen an Unternehmen:

  • Governance: Wie lassen sich verlässliche Regeln, Standards und Prozesse etablieren, um Qualität und Vertrauen zu sichern?
  • AI Literacy: Mitarbeitende müssen lernen, KI kompetent zu nutzen, Ergebnisse kritisch zu bewerten und Verantwortung für finale Inhalte zu übernehmen.
  • Rechtliche Fragestellungen: Der Einsatz von KI wirft komplexe Fragen u.a. im Hinblick auf Urheberrecht, Haftung, Datenschutz und Transparenz auf, etwa bei KI-generierten Texten oder Bildern.
  • Sichtbarkeit: KI-gestützte Such- und Antwortsysteme verändern die Distribution und Sichtbarkeit von Inhalten grundlegend.

Content im KI-Zeitalter – zwei Experten im Kurzinterview

Klaus Kallenbrunnen gibt einen ersten Einblick, wie Unternehmen ihre Content-Strategien von SEO zu GEO weiterentwickeln können. Und Markus Reiter verrät, worauf es bei der Texterstellung mit KI ankommt.

Klaus Kallenbrunnen

Interview mit Klaus Kallenbrunnen

1.

Was bedeutet der Wechsel von SEO zu GEO konkret für Content in Kommunikation und Marketing?

Einen Paradigmenwechsel: Wir optimieren nicht mehr auf Keywords, um in einer Linkliste (Google-Suche) zu erscheinen, sondern auf Inhalte, die als direkte Antwort dienen. In der GEO-Welt ist die KI der Gatekeeper. Sie sucht nicht nach Klickanreizen, sondern die beste Synthese für eine Antwort. Entscheidend ist der Information Gain, Inhalte müssen echte neue Erkenntnisse liefern. Ganz neu ist das aber nicht.

2.

Was entscheidet heute darüber, ob Inhalte in generativen Systemen sichtbar werden?

Es ist das Zusammenspiel aus Kontext, Struktur, Autorität und Evidenz. Die KI muss den thematischen Kontext verstehen und eine saubere Struktur vorfinden (z.B. durch Schema Markup – auch das ist nicht neu). Dazu kommt die Autorität des Absenders. Wer als Experte bekannt ist, wird bevorzugt. Wichtiger Hebel ist die Evidenz: Belastbare Daten, Studien und Fakten schlagen Meinungen.

3.

Was müssen Unternehmen an Prozessen, Rollen oder Skills ändern, damit KI ihre Inhalte bevorzugt nutzt?

Die Silos zwischen Technik und Redaktion müssen fallen. Wir brauchen eine Symbiose aus journalistischem Handwerk und tiefer Fachexpertise. Es reicht nicht mehr, nur gut zu schreiben. Wir brauchen Fachexperten, die ihr tiefes Wissen so aufbereiten können, dass es verständlich und maschinenlesbar ist (Knowledge Engineering). Unternehmen müssen lernen, wie Fachverlage zu denken: höchste inhaltliche Substanz gepaart mit technischer Exzellenz im Hintergrund.

Der erste Schritt ist nicht, alles neu zu bauen. Entscheidend ist, die eigene Entität zu schärfen und die Inhalte auf fachliche Tiefe zu prüfen, zum Beispiel über klar strukturierte Frage-Antwort-Bereiche. Und auch die Erfolgsmessung verschiebt sich. Es geht weniger um Klicks, sondern stärker darum, ob eine Marke in KI-Antworten als Quelle oder Lösung tatsächlich genannt wird.

Reiter, Markus_2019 (cc Die arge Lola)

Interview mit Markus Reiter

1.

Wie wichtig ist Text-Know-how, um KI sinnvoll zu nutzen?

Sehr wichtig. Ohne ein gutes Gespür für Sprache und Inhalte wird es schwierig, mit KI hochwertige Texte zu erstellen. Die Modelle liefern nur dann gute Ergebnisse, wenn der Mensch dahinter weiß, was er will und beurteilen kann, was die KI ihm geliefert hat.

2.

Was sind typische Schwächen bei KI-Texten?

Viele KI-Texte wirken auf den ersten Blick ganz ordentlich. Aber beim genaueren Lesen wird klar: viel Oberfläche, wenig Substanz. Häufig wimmelt es von Floskeln, die Inhalte bleiben vage oder beliebig. Als Wahrscheinlichkeitsmaschine produziert KI viel Austauschbares. Oft fehlt ein eigener Stil, der den Text unverwechselbar macht.

3.

Viele setzen große Hoffnungen auf Effizienzgewinne durch KI. Zu Recht?

Wer denkt, die KI erledigt alles im Alleingang, wird enttäuscht. Aus meiner Erfahrung liegt die Effizienzsteigerung je nach Aufgabe zwischen 30 und 80 Prozent. In manchen Fällen bringt sie kaum einen Vorteil, etwa bei sehr individuellen Texten. Entscheidend ist: Man muss wissen, was man von der KI will. Und man muss sie gezielt einsetzen. Dann lässt sich tatsächlich spürbar Zeit sparen.

Ihre Ansprechpartnerin für den Zertifikatskurs

Ihre Ansprechpartnerin bei der Akademie der Deutschen Medien

Leonie Rouenhoff

Leitung Konferenzen & Managed Events
0049 89 29 19 53 55
[email protected]

Themenfokus Künstliche Intelligenz

Für Fach- und Führungskräfte, die umfangreiches Wissen rund um generative Künstliche Intelligenz aufbauen oder bereits vorhandenes KI-Wissen systematisieren oder vertiefen möchten, bietet die Akademie der Deutschen Medien eine Vielzahl an Schulungsthemen und -formaten. Die Bandbreite reicht dabei von der Einführung in KI-Technologien über die praxisnahe Anwendung von KI-Tools in den Bereichen Medien, Marketing und Kommunikation bis hin zur strategischen Betrachtung von KI im Unternehmenskontext. Schauen Sie doch mal vorbei!